4000 Mal stiegen Eisschwimmer ins Wasser

Bäder und „Serwus“ ziehen Bilanz zur Winterbadestelle – Am Ostersonntag ist letztmals in dieser Saison geöffnet

In den vergangenen Tagen ließen zumindest die Außentemperaturen kaum an eine Winterbadestelle denken. Hartgesottene aber scheuten auch in den Monaten davor das eiskalte Wasser nicht. −Foto: Stadt

Burghausen. Das Osterwochenende noch, dann ist Schluss für diese Saison. Wie die Stadt mitteilt, öffnet die Winterbadestelle am Wöhrsee am Ostersonntag, 4. April, zum letzten Mal. Die Bilanz nach rund fünf Monaten Betrieb fällt aus Sicht der Bäderbetriebe und des kooperierenden Eisschwimmer-Vereins Serwus positiv aus.

Die Zusammenarbeit sei eine „Win-win-Situation“, sagen Schwimmtrainer Stefan Hetzer und Bäderleiter Markus Günthner. Der eine Gewinner ist die Stadt, die durch die Winterbadestelle am Wöhrsee zwischen November und April rund 4000 „Wassergänge“ verzeichneten konnte. Der andere Gewinner ist Serwus Burghausen e.V. Der Verein konnte durch die Öffnung der Winterbadestelle durchweg trainieren, hat neue Mitglieder gewonnen „und viel Aufklärungsarbeit geleistet“, wie Vorsitzender Hetzer betont.

Für die Stadt ist es ein Sicherheitsvorteil, dass der Verein mit seinen 49 Mitgliedern so aktiv ist am Wöhrsee. „Dadurch können wir auch in einer Pandemie die Winterbadestelle öffnen, wohl wissend, dass einige Schwimmer kommen werden, die keine Erfahrung haben mit der Materie Eisschwimmen und die Anleitung und Hilfestellung teilweise dringend benötigen. Das könnten wir als Bäderverwaltung so nicht leisten“, erklärt Markus Günthner.

Freilich sei Serwus nicht rund um die Uhr vor Ort, aber zu den Stoßzeiten um die Mittagszeit und nach Feierabend sei in der Regel jemand vom Verein da. „Und wir greifen im Zweifelsfall schon ein“, sagt Hetzer. Wenn jemand etwa schon mehrere Kilometer gejoggt sei, um dann ins Eiswasser zu hüpfen, müsse man warnen, denn das sei für den Körper ein „Hammerschlag“. Mehrere Unerfahrene hätten dies im Winter versucht, erklärt Hetzer.

Die 4000 Wassergänge beziehen sich auf etwa 180 bis 200 verschiedene Personen. „Davon sind viele nur einmal dagewesen, weil das Eisschwimmen oder vielmehr Eisbaden eben nicht für jeden ein Genuss ist und auch nicht für jeden geeignet“, erklären Hetzer und Günthner. Grundsätzlich könne aber eine sehr positive Bilanz gezogen werden: „99 Prozent aller Schwimmer waren sehr vernünftig.“ Dies beziehe sich auch auf die Einhaltung des Hygienekonzeptes. „Hier gab es keine Beanstandungen.“

− red

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