Eisschwimmer für WM gerüstet

Team von Serwus Burghausen startet mit guten Medaillenchancen in Slowenien

24.01.2020 | Stand 23.01.2020, 16:56 Uhr

Weltmeister im Eiswasser ist Tobias Wybierek bereits.
Weltmeister im Eiswasser ist Tobias Wybierek bereits. Auch bei den Titelkämpfen in Bled gilt der 26-Jährige, der im Becken für den SV Wacker antritt, wieder als heißer Medaillenkandidat. −Foto: Bittner

„Insgesamt sind wir mit dem Stand der Vorbereitungen für die Weltmeisterschaften in Bled sehr zufrieden“, freut sich Stefan Hetzer. Der Trainer bringt die Eisschwimmer von Serwus Burghausen für die Titelkämpfe der International Winter Swimming Association (IWSA) vom 3. bis 9. Februar in Form. Die Burghauser können in Slowenien wieder viele Titel abräumen, weil die Medaillen in sechs Altersklassen vergeben werden. Die Stadtmeisterschaft am vergangenen Wochenende im Wöhrsee war der vorletzte Test.

Gemeinsam mit seinem Team legte Hetzer in den letzten Wochen nochmals intensive Trainingseinheiten ein. Nun wird die Belastung gedrosselt, damit sich der Körper der Aktiven erholt, ehe es in die Superkompensation geht. Damit sollen die Trainingsumfänge in eine gesteigerte Leistung umgesetzt werden. Die Rennen im Wöhrsee und am kommenden Wochenende in Prien werden zur Überprüfung des aktuellen Leistungsstands genutzt.

„Die Zeiten, die unsere Athleten schon jetzt präsentieren, lassen auf einen guten Erfolg bei der WM hoffen“, erklärt Hetzer. Neu im Team ist Kilian Franke. Der 20-Jährige kommt vom Beckenschwimmen und hat sich sehr gut an die neue Herausforderung gewöhnt. Weltmeister Tobias Wybierek bekommt somit einen guten Sparringspartner. Bei der Stadtmeisterschaft gewann Franke die 50m Schmetterling. „Für Tobi ist das gut, weil er endlich jemanden hat, mit dem er sich messen kann. Bislang konnten nur unsere Damen im Team arbeiten“, betont Hetzer. Die beiden starken Männer zählen, wenn alles normal läuft, zu den Medaillenanwärtern.

Im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften der IWSA (International Winter Swimming Association) werden diesmal auch über die 1000-m-Distanz Titel vergeben. Diese Rennen finden allerdings nicht in Bahnen, sondern im Freiwasser statt. „Da im Pulk gestartet wird, haben wir dies im Training auch simuliert“, so Hetzer. Beim Massenstart kommt es zumeist zu direktem Körperkontakt, was man im Bahnschwimmen nicht gewohnt ist.

Julia Wittig ist derweil bestens in Schuss. Die 40-Jährige bot zuletzt der deutlich jüngeren Weltmeisterin und 1000-m-Weltrekordlerin Alisa Fatum (24) aus Leipzig bestens Paroli. „Julia ist sehr ehrgeizig. Sie will mit den Jungen so gut wie möglich mithalten. Das klappt sehr gut. Sie ist immer noch eine Leistungssportlerin mit Leib und Seele“, lobt Hetzer seinen Schützling. In ihrer Altersklasse AK40 ist die Mutter einer Tochter ohnehin absolute Spitze. Ihre Vereinskollegin Birgit Bonauer ist ebenfalls schon heiß auf die WM im Eiswasser. Die 33 Jahre alte Quereinsteigerin hat sich auch in diesem Jahr wieder leicht verbessert.

− uli

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