Eisschwimm-Saison beginnt bei 15 Grad

Stand 17.10.2018, 01:29 Uhr
SerWus startet wieder mit dem Winter-Training – Jeder kann mitmachen – Stadtmeisterschaft am 19. Januar

Unterm Pulverturm starteten die Eisschwimmer am Samstag ganz gemütlich in die Saison. −Foto: Kaiser

Burghausen. Eisschwimmtemperaturen herrschen zwar noch nicht, trotzdem ist seit gestern die Winterbade-Saison am Wöhrsee eröffnet. Die Eisschwimmer des Vereins SerWus Burghausen sind bereits am Samstagmittag gemütlich in die neue Saison gestartet. Die kleine Vereinsfamilie traf sich bei sommerlichen Temperaturen am Wöhrsee-Haupteingang und testete ab kurz nach 12 Uhr das Wasser. Das wiederum nötigte keinem der eiserprobten Sportler auch nur ein müdes Frösteln ab. Schließlich brachte es der See noch auf satte 15 Grad. So machten sich manche Schwimmer auf, um diesen in seiner vollen Länge zu genießen. Einige, die bereits vor dem Hype um die Weltmeisterschaft im eigenen Stadion eifrig trainierten, genießen die Sportart eher für sich allein und wollen nicht mehr in Bahnen nach Bestzeiten jagen.

Und auch wenn nach dem Bruch mit Eisschwimm-Profi Christof Wandratsch keine großen Events mit internationaler Beteiligung mehr in der Eisschwimm-Arena stattfinden – ein Höhepunkt im Eisschwimmjahr steht für Burghausen und Umgebung am 19. Januar auf dem Programm: „Dann finden am Wöhrsee wieder die Stadtmeisterschaften statt“, sagt Vorsitzender Stefan Hetzer. Diese hat bereits im letzten Jahr stattgefunden, doch war die Planungszeit kurz und die Veranstaltung kurzfristig angesetzt worden. „Wir haben ein paar Dinge verändert. Unter anderem wird es für die Besten auch Medaillen geben“, sagt Hetzer. Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt 14 Jahre, bei Staffeln können auch 12-jährige ins Wasser springen. Details zur Anmeldung werden gesondert bekanntgegeben. Alle Infos sind zeitnah unter www.serwusburghausen.de zu finden.
Mit dem Start in die Eisschwimm-Saison verfolgt der Verein SerWus aber andere Ziele; es geht nicht um Bestzeiten und Wettbewerb. „Unser Ziel ist es, dass wir mehr Menschen für unseren Verein gewinnen“, erklärt Hetzer. Der Trainer zeigte am Samstag einem Paar, das gezielt gekommen war, auf, was SerWus vorhat. Organisierte Trainingszeiten wird es keine geben. Dafür öffnen die Bäder Burghausen das Tor unterhalb des Pulverturms wie gehabt. So kann jeder, der Lust hat, in die schon kälteren Fluten des Sees steigen. „Es ist gut, wenn man sich an das langsam kühler werdende Wasser gewöhnt. Deshalb sollten Leute, die Lust auf Eiswasser haben, auch den Herbst mitnehmen“, rät Hetzer. Wer zu SerWus gehen will, kann sich jederzeit im Verein anmelden. Im Zuge der Neustrukturierung nach dem Abschied vom Profi-Eisschwimmen hatten die Vereinsmitglieder im vergangenen Jahr den Beitrag von elitären 600 Euro auf die SV-Wacker-Beiträge angepasst (126 Euro).Mit einer Mitgliedschaft besteht die Möglichkeit, auch am festen SerWus-Trainingsabend im Hallenbad montags ab 19 Uhr teilzunehmen.

SerWus forciert zwar das Eisschwimmen, stellt aber zudem auch ein Bindeglied für Schwimmer dar, die gerne in einem Verein wären, aber sportlich keine großen Ambitionen haben. Für diese Idee stehen Hetzer und der Vorstand. Der Coach ist zugleich auch Cheftrainer der SV Wacker Schwimmabteilung. SerWus konzentriert sich auf den Breitensport. Die Topathleten, die sich für eine WM-Teilnahme im März in Murmansk entscheiden oder leistungsbezogen auch am ICE-Cup teilnehmen, trainieren nach gesonderten Plänen.

pnp − uli


 

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