Die Badesaison ist eröffnet!

Bürgermeister Hans Steindl sprang und schwamm voran, hinterher die Eisschwimmer des Vereins Serwus.Foto: Schönstetter

11,5 Grad hatte der Wöhrsee am 1. Mai – für die Eisschwimmer, die in diesem Jahr das traditionelle Anschwimmen übernommen haben, ist das fast Badewannentemperatur. Umso leichter fiel den Kaltwasserliebhabern der Sprung in den See, mit dem offiziell die Badesaison als eröffnet gilt. Und Bürgermeister Hans Steindl sprang natürlich wie stets mutig voran.

Vor dem ersten Bad der Sommersaison stand vor vielen interessierten Zuschauern und Feiertagsspaziergängern noch die Taufe von fünf Tretbooten – davon zwei neuen – sowie des neuen Rettungsbootes der Wasserwacht an. Die Tretboote Gerti (nach der beliebten Wöhrsee-Ente), Burgl, Hedwig, Margit (nach der langjährigen Kassiererin Margit Schmidt) und die Flotte Lotte können nun ausgeliehen werden. Für das Rettungsboot war im Zuge der Namensfindung ein Wettbewerb ausgeschrieben worden. Das Rennen machte die Familie Wichmann mit "Ursel": Das steht für Umweltfreundlich, Rettungsboot, schnell, effizient, leicht. Matthias Wichmann holte den Gewinn, eine Familien-Jahreskarte für die Bäder, ab – und bewies, dass er die gut brauchen kann, indem er spontan und in Lederhose vom Sprungturm ins Wasser hüpfte.


Die Burghauser Wasserwacht führte die Funktion des neuen Rettungsbootes vor – und dann durften die Schwimmwütigen endlich ins Wasser.

Die Saison ist eröffnet!
Passauer Neue Presse − cts

Burghausens Bürgermeister stürzt sich in den Wöhrsee

Anschwimmen im Wöhrsee und Taufe des neuen Rettungsbootes sowie fünf neuer Tretboote

Wagemut bei 11 Grad Wassertemperatur

Mit einem Hechtsprung in den elf Grad kalten Wöhrsee hat Burghausens Erster Bürgermeister Hans Steindl am 1. Mai die Freibadesaison in der Stadt offiziell eröffnet.

Dabei hatte es vorab Spekulationen gegeben, ob sich das Stadtoberhaupt überhaupt ins kalte Wasser wagen würde. Steindl selbst meine kurz zuvor noch, er werde nur reinsteigen und ein kurzes Stück schwimmen, weil er seinen Kopf trocken halten wolle.

Dann war der Gruppenzwang offenbar doch größer. Weil sich die Mitglieder des Eisschwimmvereins vor den Kabinen an der Pulverturmseite zum Sprung ins Wasser bereit machten, wollte Steindl nicht zurückstehen. Als Erster nahm er die 25 Meter hinüber auf die andere Seite in Angriff.

Vor dem Schwimmspektakel stellte der Bürgermeister zusammen mit Mitgliedern der Wasserwacht zwei neue Tretboote in Dienst. Nachdem die drei alten Boote bisher namenlos waren, tauften junge Wasserwachtler bei dieser Gelegenheit die fünf Boote auf die Namen Gerti, Margit, Burgl, Hedwig und Flotte Lotte.

Getauft wurde auch das neue 20.000 Euro teure Elektrorettungsboot. E erhielt den Namen "Ursel", der sich aber Steindl zufolge nicht von der langjährigen Seniorenreferentin der Stadt, Ursel Piffer herleitet, sondern eine Abkürzung für "Umweltfreundliches Rettungsboot, effizient, schnell, leicht" darstellt.

Die Idee für den Namen hatte der zwölfjährige Matthias Wichmann. Er durfte das Rettungsboot taufen und erhielt dafür eine Ehrenkarte für die Bäder der Stadt, die ihm und seiner Familie ein Jahr lang freien Eintritt ermöglicht. Vor Begeisterung sprang Matthias vom Dreimeterbrett in den kalten See, in voller Bekleidung.

Trotzdem musste die bereit stehende Wasserwacht nicht eingreifen. Er erreichte auch so das Ufer.

 Die Wasserwacht zeigte aber dennoch wie mit dem neuen Boot die Rettung eines Ertrinkenden schnell und sicher möglich ist.

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