Burghauser Eisschwimmer schon gut in Form

Serwus-Vertreter gewinnen bei ICE-Cup in Prien insgesamt zwölf Rennen

 Die Eisschwimmer von Serwus Burghausen fühlen sich für die Weltmeisterschaft auf den kurzen Strecken in Tallinn schon jetzt gut gerüstet. Es sind noch knapp vier Wochen Zeit, um für die Sprintentscheidungen in Bestform zu kommen. Deshalb nehmen die Sportler die Wettbewerbe des ICE-Cups, eine Art Eisschwimm-Europa-Serie, zwar ernst, sehen diese aber mehr als Leistungstests im Hinblick auf die WM, die vom 6. bis 10. März im Hafenbecken der estnischen Hauptstadt stattfindet.

Eine ICE-Cup-Veranstaltung wurde unlängst in Prien am Chiemsee ausgetragen. „Unsere WM-Teilnehmer sind derzeit bei etwa 75% ihrer vollen Leistungsfähigkeit. Ines Hahn ist etwas weiter“, klärt Trainer Stefan Hetzer auf. Neben Hahn werden Julia Wittig, Birgit Bonauer und Tobias Wybierek die Burghauser Farben bei der WM vertreten.

Ines Hahn wohnt in München und trainiert nur etwa jede dritte Woche in den kühlen Wöhrsee-Fluten. Derzeit erstellt die 25-Jährige ihre Masterarbeit. In Prien absolvierte sie mit Birgit Bonauer die 1000-m-Distanz. „Ich wollte unter 13:20 Minuten schwimmen. Das ist mir knapp geglückt, von daher bin ich durchaus zufrieden. Selbstverständlich geht es noch deutlich besser“, blickt Hahn auf die Wettkämpfe zurück. Sie gewann das Rennen in 13:19,5 und erreichte die viertbeste Zeit, die jemals erzielt wurde. Der Athletin liegt die lange Eisschwimmstrecke besser als die Sprintangebote. „Ich komme von den 25 Kilometern und deshalb fallen mir die kurzen Strecken, auf denen du immer schnell schwimmen musst, schon schwerer“, erklärt die frühere EM-Teilnehmerin im Freiwasser. Sie freue sich aber auf die Kurzstrecken in Tallinn.

Die Teamleistung der Serwus-Schwimmer stimmte in Prien. Sprintexperte Tobias Wybierek gewann vier Rennen, Julia Wittig und Ines Hahn jeweils drei. Birgit Bonauer wurde je zweimal Erste und Zweite. „Unsere Athleten sollten mit ihren Kräften haushalten und nicht an allen Rennen teilnehmen, weil sich alles auf einen Tag konzentriert hat. Es muss alles auch medizinisch vernünftig ablaufen“, so Trainer Hetzer.

„Ich bin mit meinen Leistungen zufrieden. Sie liegen genau in dem Bereich, den wir im Trainingsplan festgelegt haben“, sagt Julia Wittig. Eisschwimmzeiten – egal über welche Strecke – zu vergleichen, macht nicht wirklich Sinn. „Die Umstände der Wettkämpfe sind immer wieder anders. Wassertemperatur und die allgemeinen Wetterbedingungen wirken sich auf das Ergebnis aus“, erklärt sie.

Neben den vier WM-Startern freuten sich alle auch über die Prien-Teilnahme von Karin Kainzmaier, die je einen 3. und 4.Platz erreichte. Sie ist eine Quereinsteigerin wie Birgit Bonauer. „Wir wollen das Eisschwimmen seriös voranbringen und dadurch Werbung für diesen neuen Sport machen. Das gelingt uns immer besser“, findet Stefan Hetzer. − uli

 

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