Burghausen bleibt Eisschwimm-Hochburg

Bei 4,4 Grad zogen die Schwimmer im Wöhrsee ihre Bahnen, angefeuert von den Zuschauern. − Fotos: Schönstetter

Rund 60 Teilnehmer schwimmen bei der ersten Stadtmeisterschaft im Eiswasser – Ein Meister wurde aber nicht gekürt

Ihren Spaß an der Veranstaltung hatten auch die Mitglieder der Wasserwacht, die ehrenamtlich mitwirkten.

Burghausen. Die ersten Burghauser Stadtmeister im Eisschwimmen sind zahlreich. Denn jeder, der am Sonntag bei der ersten Meisterschaft in dieser Disziplin angetreten ist, wurde zum Stadtmeister erklärt. „Wir haben uns dafür entschieden, weil sonst sowieso klar wäre, wer gewinnt. Wir haben hier in Burghausen einfach die Profis – da haben Hobbyschwimmer keine Chance“, erklärt Schwimmtrainer Stefan Hetzer vom ausrichtenden Eisschwimmverein SerWus.

Rund 60 Mutige waren es laut Auskunft der Organisatoren, die sich zur ersten Stadtmeisterschaft im Wöhrsee angemeldet hatten, manche von ihnen starteten mehrfach. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagt Hetzer über die Resonanz. Nachdem die Eisschwimm-Events in der Salzachstadt in den vergangenen drei Jahren deutlich größer und kommerzieller ausgerichtet waren, wollte der Verein mit seinen Ehrenamtlichen dieses Mal kleiner arbeiten. „Uns geht es um ein gutes Miteinander, auch mit der Wasserwacht und den anderen Vereinen, dem TV 1868 und dem SV Wacker“, sagt Hetzer. Das ist gelungen: So sprangen schon am Vortag rund 20 Ju-Jutsu-Kämpfer, die gerade im Trainingslager beim TV 1868 waren, ins eisige Wasser. „Da war eine tolle Stimmung, genauso schön, wie wir uns das vorgestellt hatten“, meint Hetzer.

Wer sich ins Eiswasser traute, durfte hinterher ins Warme: Im aufgestellten heißen Bottich wärmten sich die Schwimmer wieder auf.

Am Sonntag dann kamen angesichts des trüben Wetters nicht so viele Zuschauer. Diejenigen aber , die sich im nassen Winter auf den Weg machten, feuerten die Schwimmer lautstark an. Über die kürzeren Distanzen von 50 bis 200 Meter konnten die Eisschwimmer im 4,4 Grad kalten Wasser antreten. „Für uns sind alle, die mitschwimmen, Meister“, begründet Stefan Hetzer die Entscheidung des Vereins, keinen Stadtmeister zu küren. Die Veranstaltung war eher kurzfristig anberaumt worden: Erst vor rund zwei Wochen war klar geworden, dass es die Meisterschaft geben wird. Der Schirmherr selbst, Bürgermeister Hans Steindl, schwamm nicht mit: Der ist gerade mit „Eine Stadt geht auf Reisen“ mit dem Schiff rund um Kuba unterwegs.

Und kürte die erste Burghauser Eisschwimm-Stadtmeisterschaft zwar keinen Stadtmeister, sondern war ein „sportlicher Frühschoppen“ mit Glühwein, Brotzeit, einem heißen Pool und der Band „Here’s to us“, die einen Auftritt hatten, dazwischen die Wettkämpfe – ein gemütliches, kameradschaftliches Treffen. So wie der Eisschwimmverein sich das vorgestellt hatte.       −  cts

 

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