25.03.2017 SerWus Burghausen geht von der Spitze in die Breite

Das neue und Teile des alten Team nach den Wahlen: Die alten Vorstände Fritz Kreutzpointner,
Birgit Bonauer und Christof Wandratsch (5. von links) übergeben das Zepter an Jörg Peukert (3. v.l.),
Werner Aigner (4.v.l.), Tobias Wybierek (2.v.r.) und Stefan Hetzer (rechts). − Foto: Kaiser

Burghausen. Mit der Ausrichtung der Eisschwimm-WM im letzten Januar habe der Eisschwimmverein SerWus Burghausen e.V. Gewaltiges für das eigene Ansehen und für die Stadt Burghausen geleistet. „Alle waren begeistert. Vor allem von unseren Helfern, die stets gut aufgelegt und hilfsbereit waren. Wir waren Gesprächsstoff in ganz Südostbayern“, sagte der scheidende 1. Vorsitzende Fritz Kreutzpointner im Rahmen der Jahreshauptversammlung.
Da die Vorstände des Clubs aber weitblickend sind und im Sinne ihrer Mitglieder agieren, haben sie auch festgestellt: „Eine Veranstaltung in dieser Dimension können wir nicht jedes Jahr machen. Wir können unsere Leute nicht immer 200 Prozent beanspruchen, sonst fliegt irgendwann alles auseinander.“ Alle freiwilligen Helfer opferten zu großen Teilen die Feiertage, um aus der WM ein unvergessliches Erlebnis zu machen. Kreutzpointner selbst engagierte sich in 250 Stunden, um das Budget von 200000 Euro aufzustellen. Im November fehlten noch 35000 Euro. Am Ende des Spektakels steht jetzt sogar ein kleiner Gewinn im niedrigen fünfstelligen Bereich. „Unsere Finanzlage ist ausgezeichnet, was auch der Arbeit von Birgit Bonauer zu verdanken ist, die die Buchhaltung exzellent im Auge behielt“, so der Vorstand.
Der Mitbegründer von SerWus Burghausen legt nun sein Amt aus zeitlichen Gründen nieder. Er müsse das Team in seiner Firma tatkräftig unterstützen und könne daher nicht mehr so viel Zeit aufbringen. Mit ihm hören „Finanzchefin“ Birgit Bonauer, Schriftführer Bernhard Künzner und 2. Vorstand Christoph Wandratsch auf. In diesen intensiven Monaten gab es auch die eine oder andere Reiberei. Was der Vorstand in den letzten beiden Jahren aus dem Boden gestampft, ist beeindruckend. WM und German avancierten zu einem eigenen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, der wie eine GmbH zu führen war und auch so testiert werden musste. Das reine Vereinsleben mit Mitgliedsbeiträgen und den sportlichen Angeboten lief unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins. „Ich bin überzeugt, dass wir zu den wenigen Vereinen in Bayern gehören, die ohne Tricks auskommen“, so Kreutzpointner, der mit einem langem Applaus verabschiedet wurde.
Sein Nachfolger wird Stefan Hetzer, der mit dem neuen Vorstandsteam das Zepter ab 8. Mai schwingt. Er bleibt zugleich auch sportlicher Leiter. Sein Stellvertreter ist Werner Aigner. Spitzenschwimmer Tobias Wybierek übernimmt das Amt des Schriftführers und fungiert als Kontaktmann zur Presse. Der erfahrene Unternehmer Jörg Peukert ist neuer Kassenwart. Das Credo der Routiniers bringt Hetzer auf den Punkt: „Unsere Aufgabe ist es, junge Leute an diese Aufgaben heranzuführen. Schließlich soll es auch später weitergehen.“ Der Verein wird kleinere Veranstaltungen fahren und von einer WM oder den German Open zunächst Abstand nehmen. „Unser Hauptfokus liegt auf dem sportlichen Bereich. Die Show außen herum wird sicherlich deutlich weniger“, so Hetzer. So möchte SerWus den ICE Cup wieder ausrichten. Dies soll im Dezember sein. Danach kann sich Hetzer eine Art Vor-WM der Winter Swimming Association vorstellen. Dieser Verband richtet Eisschwimmen nur auf Kurzstrecken über 50, 100 und 200 Meter aus. „Dann könnten alle WM-Teilnehmer ihre Form bei uns überprüfen.“ SerWus Burghausen will zudem bei den Weltmeisterschaften in Tallin eine starke Mannschaft stellen.
Einen richtungsweisenden Antrag brachte Hetzer zudem ein. Statt der bisher üblichen 600 Euro Jahresgebühr, sollen nun 126 Euro für Erwachsene, 186 Euro für Ehepaare und 56 Euro Jahresgebühr für Jugendliche, Studenten, Azubis und Behinderte gelten „Wir haben gemerkt, dass es viele Interessenten gibt. Ich habe mich mit meinem Vorschlag an das gehalten, was beim SV Wacker gilt“, so Hetzer. Versicherungen, sportliche Angebote und verschiedene andere Dinge sind darin enthalten. Gemäß Satzung fördert SerWus nicht nur das Eisschwimmen, sondern auch Freiwasser- und Beckenschwimmen. In dem Zuge bietet der Verein dann auch Trainingszeiten an und nutzt dazu im Sommer auch den Wöhrsee. „Selbstverständlich machen wir dem SV Wacker keine Konkurrenz. Wir arbeiten zusammen. Leute wie Tobias Wybierek starten bei anderen Wettkämpfen selbstverständlich auch für den SVW“, sagt der SerWus-Vorsitzende, der zugleich auch Cheftrainer der Wacker-Schwimmer ist.
(c) Passauer Neue Presse − uli

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