2. Stadtmeisterschaft: Spaß im eisigen Wöhrsee

17.01.2019 | Stand 17.01.2019, 02:01 Uhr

Am Samstag steht die Meisterschaft für alle an – Anmeldung für Kurzentschlossene noch bis zum Samstag

Die Eisarena im Wöhrsee ist der Austragungsort der 2. Burghauser Stadtmeisterschaften. −Foto: Kaiser

Burghausen. Seit rund fünf Jahren ist Eisschwimmen in Burghausen in aller Munde. Viele erinnern sich noch an die Weltmeisterschaft vor zwei Jahren: eine spektakuläre und stimmungsvolle Sache. Der Eisschwimmverein SerWus Burghausen atmet seit dieser Zeit durch. Die Weltmeister wie Birgit Bonauer, Julia Wittig und Tobias Wybierek nehmen an den Wettkämpfen um den ICE-Cup teil. Das Dreigestirn freut sich aber auch auf die 2. Burghauser Stadtmeisterschaften, die am 19. Januar unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Hans Steindl in der Eisarena im Wöhrsee stattfinden.

Mehrere Wettkämpfe und auch die Staffeln stehen dabei auf dem Programm (s. Textende). Je Staffel schwimmen vier Männer oder Frauen jeweils nur 25 Meter − die Lieblingsdisziplin für alle, die nur zum Spaß mitmachen. Spektakulär wird es um 11 Uhr: Der österreichische Eisschwimmer Josef Köberl will eine Eismeile – 1600 Meter – schwimmen und versucht dabei, den österreichischen Rekord zu knacken.

Für Kurzentschlossene hat der Eisschwimmverein gute Nachrichten: Nachmeldungen sind nun doch noch möglich. Bis zum Turniertag am Samstag um 9 Uhr kann man sich anmelden, entweder unter swimm-tri.hetzer@t-online.de oder am Samstag dann direkt vor Ort.

„Wir alle stehen mit Rat und Tat zur Seite. Jeder kann mit uns reden“, sagt SerWus-Vorstand Stefan Hetzer. „50 Meter schafft jeder“, findet Quereinsteigerin Birgit Bonauer vom SerWus-Verein. Die Lehrerin startete das Unternehmen Eisschwimmen vor fünf Jahren. Aus dem sportlichen Nichts mutierte die 33-Jährige zur Leistungssportlerin: „Wichtig ist, dass du den Trainingsplan immer einhältst. Dann wirst du relativ schnell besser. Das macht einfach Spaß.“

Weitere Leistungssportler wollen die SerWus-Leute mit den Stadtmeisterschaften nicht zwingend generieren. „Nein, wir wollen Werbung fürs Eisschwimmen machen. Bis Ende Dezember hatten wir mehr als 1500 Wassergänge an der Winterbadestelle. Für uns ist es wichtig, dass wir erklären, was zu tun ist, damit nichts passiert“, sagt Hetzer. Er unterstreicht, dass jeder das kalte Wasser meiden sollte, wenn er einen Herzfehler hat, unter Alkoholeinfluss steht oder gerade unter einem Infekt leidet.

Wenn am 19. Januar ab 8 Uhr die Stadtmeisterschaften über die Bühne gehen, ist für die besten Rahmenbedingungen gesorgt. Neben den Sportlern sind eine medizinische Betreuung und die Wasserwacht vor Ort. „Nach dem Schwimmen kann sich jeder im Zuber oder auch in der Infrarotkabine aufwärmen. Wir haben wirklich alles inklusive bester Aufwärmmöglichkeiten“, sagt Weltmeisterin Julia Wittig, die sich auf diesen Tag in „ihrem“ See freut.
Wer nach dem Sommer mit dem Eisschwimmen beginnen möchte, sollte sich zuerst an das langsam kälter werdende Wasser im Herbst gewöhnen und dann Distanzen dosiert steigern. Wer spontan im Winter Lust aufs eisige Nass verspürt, muss vor allem eines beachten: „Reinspringen ist gefährlich. Alle gehen langsam über die Leitern rein und dann reichen zum Auftakt ein paar Meter auch schon“, erklärt Hetzer. Danach kann sich jeder langsam an längere Einheiten und Distanzen gewöhnen. Die Besten der Welt schwimmen 1000 Meter in 12 bis 13 Minuten. Dann sinkt die Kerntemperatur des Körpers um maximal 0,5 Grad. „Wichtig ist die mentale Einstellung, damit ich auf das vorbereitet bin, was auf mich zukommt. Außerdem sollte ich lernen, auf meinen Körper zu hören“, so Hetzer.

Bei Wettkämpfen über die längeren Distanzen schauen die Kampfrichter genau auf die Sportler im Wasser. „Es gibt verschiedene Parameter, auf die wir achten. Sicher aber ist, dass nach rund 22 Minuten definitiv Schluss ist. Sonst wird es kritisch. Egal, für wen“, erläutert Hetzer. Solche Gefahren bestehen bei den Stadtmeisterschaften am 19. Januar nicht. Wer nicht im Wettkampf stehen will, kann das Eiswasser unter Anleitung einfach nur testen. − uli

Das Programm
Freitag
: ab 14 Uhr Training und Teilnehmerbesprechung / gemütliches Treffen am See

Samstag:
9:30 Uhr – 100m Freistil w/m
10.30 Uhr – 50m Brust w/m
10.45 Uhr – 50m Freistil w/m
11 Uhr – Eismeile 1600m
11.30 Uhr – 200m Freistil w/m
12.45 Uhr – 4×25 m Freistil w/m
ca. 14 Uhr Siegerehrung

Sonntag: 10 Uhr Training und gemütlicher Frühschoppen

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.